HAUTNAH feat. veniq

HAUTNAH feat. veniq
Feb
08

HAUTNAH feat. veniq

HAUTNAH feat. veniq

“Ich würde sagen, dass mein Aiming definitiv meine Stärke ist. Dadurch gelingt es mir häufig, entsprechende Entryfrags zu setzen, die meinem Team dann weitere Möglichkeiten eröffnen.”

Herzlich willkommen zur vierten Folge von HAUTNAH. Langsam aber sicher merzen wir den Spruch #kennekeinen immer weiter aus.

In unserer heutigen Folge stellen wir Euch Daniel „veniq“ Stoppel vor, der zuvor bei AYB ESPORT spielte. Veniq, einer der Top-Fragger bei den Playing Ducks, möchte mit dem neuen Team unbedingt in die erste Division der ESL Meisterschaft kommen. Im Interview spricht er über das Potenzial des Teams, seine ersten Kontakte mit Counter-Strike und sein Privatleben.

Wer ist Daniel „veniq“ Stoppel?

Willkommen zum Interview! Stell Dich bitte kurz vor, denn wie Du weißt: #kennekeinen gibt es bei uns ab sofort nicht mehr! 😉

Hallo und danke für die Einladung. Ich heiße Daniel aka. Veniq und bin 18 Jahre alt. Ich komme aus Würzburg und mache derzeit eine Lehre als Kaufmann für den Groß- und Außenhandel. Natürlich bin ich begeisterter CS-Spieler, was auch sonst? 😉

AYB war wohl eine Deiner ersten Stationen in der deutschen Szene. Aber mal von vorn: Wie bist Du zu CS gekommen?

Mit CS habe ich 2009 angefangen, also mit neun Jahren. Tatsächlich bin ich durch einen Freund meiner Tante zu dem Ego-Shooter gekommen. Damals war ich bei ihr zu Besuch und dort habe ich gesehen, dass er am PC saß. Wie man eben als Kind so ist, war auch ich neugierig und habe geschaut, was er denn da spielt. Ich habe ihm dann zugeschaut und durfte sogar selbst einige Runden spielen. Als ich dann zuhause war, habe ich gleich meinem Vater gesagt, dass ich auch CS spielen möchte. Er hat es mir dann gekauft und somit konnte ich selbst auch spielen. So richtig viel gespielt habe ich natürlich nicht, sondern eigentlich nur am Wochenende und das bei meinem Vater.

Offline und abseits des Servers – oder: einfach nur Daniel.

Wie wichtig ist Dir die Balance zwischen Reallife und eSport?

Die Balance aufrechtzuerhalten ist ehrlich gesagt nicht immer ganz leicht. Reallife ist natürlich wichtig, vor allem, weil ich gerade meine Ausbildung mache und mich darauf konzentrieren möchte. Daher geht Reallife bei mir auch vor. Zudem versuche ich, meinen Freundeskreis zu pflegen, indem ich mich vor allem freitags und samstags mit ihnen treffe, da wir da keine Praccs haben.

An den meisten Tagen komme ich auch erst um 18 Uhr nachhause. Ich habe dann knapp eine halbe Stunde, um zu essen und Dinge zu erledigen, da es dann gleich zum Warmup und Pracc übergeht.

Wie steht Dein Umfeld und vor allem wie stehen Deine Eltern zu Deinem „Hobby“?

Mittlerweile „juckt“ es sie nicht mehr besonders. Ich bin volljährig und kann im Prinzip meine Freizeit selbst bestimmen und gestalten. Damals war das natürlich was anderes, da ich bei meiner Mutter lebte und sie es – wie viele andere Eltern auch – nicht so berauschende fand, dass ich viel gezockt habe. Anfangs konnte ich dadurch auch wirklich nicht viel spielen. Mein Vater war da schon aufgeschlossener, da er ja selbst auch mal CS gespielt hat.

Wolltest Du von Anfang an Profispieler werden?

Ich bin zu CS:GO ja erst durch einen Kumpel gekommen, obwohl ich CS schon früher kannte. Naja, wie es dann eben so ist: Man will der Beste sein. Wir haben damals immer AWP-Duelle gespielt und eben geschaut, wer schneller zum Knife switchen kann. Derjenige war somit der bessere Spieler.

Nach einiger Zeit war es nicht mehr nur „Casual“. Als ich die ESL Cologne 2014 gesehen habe, wollte ich unbedingt selbst auch mal dorthin. Im Anschluss habe ich mich in ersten Teams versucht, um mich zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Wäre Fulltime eine Option für Dich?

Das wäre momentan echt schwer. Natürlich ist CS Fulltime ein Traum, aber meine Ausbildung geht einfach vor. Ich müsste abwägen, wie das Gehalt und die Verpflichtungen wären.

COUNTER-STRIKE:GLOBAL OFFENSIVE – VENIQ ALS AIMSTARKER ENTRY

Ist CS:GO immer noch ein Hobby für Dich oder eher eine Verpflichtung?

Es ist schon eine Pflicht aufgrund des Vertrages. Dadurch ist man auch gebundener als in „Fun“-Teams. Trotzdem habe ich großen Spaß an CS und deshalb ist es auch ein Hobby für mich. Natürlich setze ich enorm viel Zeit in das Spiel, um mich zu verbessern, auch wenn das nicht immer leicht ist, da meine Zeit durch die Ausbildung häufig auch begrenzt ist.

Was würdest Du einem Anfänger raten, der auf hohem Niveau CS spielen möchte?

Am Anfang kommt es ehrlich gesagt auf den Spaß am Spiel an. Ohne den gewissen Spaß am Spiel bringt das alles sowieso nichts. Der Rest kommt wirklich von alleine nach einiger Zeit. Wenn man viel spielt, wird man auch besser. Bei mir war es auch so: Anfangs habe ich eigentlich nur Matchmaking gespielt, dann mal ESEA und Faceit. Irgendwann rutscht man dann in ein Team und betreibt das auf höherem Niveau.

Also Leute: Reindaddeln und dranbleiben!

Wo siehst Du deine Stärken und wo Deine Schwächen?

Ich würde sagen, dass mein Aiming definitiv meine Stärke ist. Dadurch gelingt es mir häufig, entsprechende Entryfrags zu setzen, die meinem Team dann weitere Möglichkeiten eröffnen.

Meine Schwächen… Naja, da gibt es immer Sachen zu verbessern, alles andere wäre gelogen. Auf jeden Fall bin ich schlecht mit der AWP. 😛

VENIQS KARRIERE UND ZIELE

Wie bist Du zu den Playing Ducks gekommen und was bedeutet es für Dich, hier zu spielen?

Zu den Playing Ducks bin ich in der Midseason gekommen. syncD kannte ich schon länger und aus Spaß haben wir immer mal wieder darüber gesprochen, dass ich zu PD komme. Ich habe aber immer gesagt, dass ich erst mal bei AYB bleiben möchte. Irgendwann ging es dann bei AYB in die Brüche und damit war es auch für mich an der Zeit, mich nach einem neuen Team umzusehen. Ich bin nochmal auf David zugegangen und habe gefragt, ob das Angebot noch stünde. Tatsächlich bin ich ohne TGs zu den Ducks gekommen. Das war anfangs schon ein ordentlicher Druck, den ich dadurch spürte. Ich kannte das Team eben nicht und wir wussten auch nicht, ob es passen würde. Es ist aber alles gut gelaufen und ich bin mit meiner Entscheidung und der Möglichkeit echt super zufrieden.

Es ist mir eine Ehre, bei den Playing Ducks zu spielen, da es eine bekannte und etablierte Orga in Deutschland ist. Die Leute hier sind super nett, was das Ganze noch angenehmer macht.

Wie würdest Du Euer jetziges Lineup einschätzen?

Ich würde sagen, dass die 1. Div der ESLM auf jeden Fall drin ist. In der 99Damage-Liga bin ich echt mal gespannt, wie das laufen wird. Wir müssen logischerweise noch viel trainieren, da wir sozusagen ein komplett neues Team sind. Aus der Sicht von syncD und Aika sind es drei neue Spieler, die ins Team gekommen sind. Das ist eine Umstellung und das Einspielen braucht einfach Zeit. Mit BMLN haben wir einen neuen IGL, der auch wieder neue Strats und Ansichten vom Game ins Team bringt. Das muss alles unter einen Hut gebracht werden, damit es klappt. Das Potenzial ist da!

Beschreibe Deine Rolle im Team!

Meine Rolle im Team ist eigentlich immer stratbasiert. Ich mache eigentlich nie den Supporter, sondern gehe immer als Entry oder Secondentry rein. Das hängt wirklich von der Strat ab. Also eigentlich renne ich nur rein, so im Großen und Ganzen. Das ist gut, weil mein Aiming meine Stärke ist. 😉

Wie ist die Saison bis jetzt für Euch gelaufen?

Also in der ESEA lief es bis jetzt gut. Wir stehen 6-0. Ehrlich gesagt habe ich da auch nichts anderes erwartet.

Wirklich schade sind die zwei Draws in der ESLM. Train liegt uns nicht. Trotzdem bin ich zuversichtlich. Wir könnten zwar schon 4-0 stehen, aber es kommen noch einige Spieltage auf uns zu. Wir wollen natürlich aufsteigen!

 

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